
Wenn man an erneuerbare Energien, grüne oder saubere Energie denkt, kommt einem sofort ein Land in Europa in den Sinn: Norwegen. Die norwegische Regierung hat es geschafft, intelligente Technologien und innovative Praktiken einzuführen, um eine sauberere und gesündere Umwelt für ihre Bürger zu gewährleisten. Norwegen ist das Paradebeispiel für ein umweltbewusstes Land – von konzentrierter Solarenergie bis hin zu schwimmenden Windkraftanlagen sind dies einige der vielversprechendsten neuen Lösungen für grüne Energie, die dort zum Einsatz kommen.
Schauen wir uns einmal an, welche Fortschritte die skandinavischen Länder in Sachen erneuerbare Energien zuletzt erzielt haben. Vielleicht können wir einige ihrer Strategien, Ideen und Ansätze übernehmen.
Norwegen – Vorreiter in der Branche für erneuerbare Energien
Norwegen ist unbestreitbar das größte Wasserkraftland Europas und weltweit führend in dieser Technologie. Das Land wird hauptsächlich mit Wasserkraft versorgt. Es kann sich rühmen, dass 96% seiner Wasserkraftproduktion in mehr als 1500 Kraftwerken im ganzen Land konzentriert sind. Damit wird über die Hälfte seines Energiebedarfs gedeckt (derzeit etwa 88%).
Norwegische Fachleute sind ständig auf der Suche nach weiteren umweltfreundlichen Lösungen und Technologien, um diese umzusetzen. Allen erneuerbaren Energiequellen ist gemeinsam, dass sie nur minimale Treibhausgasemissionen verursachen. Der Einsatz erneuerbarer Energien und fortschrittlicher Technologien ist unerlässlich, um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Seit mehr als 200 Jahren erzeugt Norwegen den größten Teil seines Stroms aus unerschöpflichen Quellen. Das gilt auch heute noch.
Obwohl Wasserkraft dominiert, sind norwegische Unternehmen auch in anderen Bereichen der erneuerbaren Energien aktiv, beispielsweise in Solarenergieanlagen, schwimmenden Offshore-Windkraftanlagen und Energiespeichern. Anfang 2023 hatten norwegische Onshore-Windkraftanlagen eine installierte Gesamtleistung von 33,691 MW und eine Gesamtjahresproduktion von 136,49 TWh.
Die kommerzielle Nutzung von schwimmenden Windkraftanlagen könnte zweifellos der Schlüssel zur Erschließung des Offshore-Windkraftpotenzials in tieferen Gewässern sein. Dort weht der Wind oft stärker und gleichmäßiger. Das würde bedeuten, dass die Windkraft besser reguliert werden könnte als bei herkömmlichen Offshore-Windkraftanlagen. Schwimmende Turbinen werden auf Betonfundamenten auf dem Meeresboden errichtet. Die Konstruktionstechnologie ähnelt der von schwimmenden Offshore-Öl- und Gasplattformen. Die Turbinen werden mit nur wenigen Kabeln in bis zu 700m Tiefe am Meeresboden verankert. Weniger auffällige Anlagen können in tieferen Gewässern eine vorteilhafte Energiequelle sein.
Norwegen hat in Zusammenarbeit mit dem Öl- und Gasunternehmen Statoil vor der norwegischen Küste eine solche experimentelle schwimmende Windkraftanlage namens Hywind installiert.
Das Unternehmen hat sogar eine Plattform zur Förderung seiner Kerninteressen gegründet, in der Hoffnung, innovative Praktiken und Technologien auf der ONS-Messe weltweit auszutauschen.
Die ONS-Fachmesse bringt Branchenexperten zusammen
Die 1974 ins Leben gerufene ONS findet alle zwei Jahre statt und hat sich zu einem globalen Treffpunkt für Energieunternehmen, internationale Zulieferer, Betreiber und Entscheidungsträger entwickelt.
Die ONS Foundation ist eine Organisation von internationaler Bedeutung, die Diskussionen und Kooperationen zu den Themen Energie, Technologie und Modernisierung fördert. Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Ihr Ziel ist es, zunächst Informationen bereitzustellen und anschließend etablierte Praktiken zu hinterfragen und kohlenstoffarme Lösungen zu fördern. Sie sind davon überzeugt, dass nachhaltige Energie auf den Schultern der Öl- und Gasindustrie aufgebaut ist. Durch ihr globales Netzwerk aus Branchenführern, Politikern, Innovatoren und einflussreichen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft arbeiten sie daran, die Zukunft des Energiesektors zu gestalten und zu beeinflussen.
Die ONS 2026 findet vom 24 bis 27 August 2026 in der schönen Hafenstadt Stavanger in Norwegen statt. Die Messe erstreckt sich über beeindruckende 9 Messehallen mit einer Ausstellungsfläche von über 20.000 Quadratmetern. Es gibt zwei speziell ausgewiesene Bereiche für Innovatoren und Unternehmen mit Initiativen im Bereich saubere Energie, nämlich den Innovation Park und den Clean Energy Park. Auf dieser Veranstaltung kommen Gas-, Energie- und Technologieanbieter sowie Betreiber aus aller Welt zusammen.
Wichtige Zahlen für 2024
Die Ausgabe 2024 der ONS hat enorme Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da Nachhaltigkeit für viele Unternehmen zu einem festen Bestandteil geworden ist. Das Wachstum ist einfach beeindruckend.
· 102 Länder
· 9 Veranstaltungsorte zum Thema Energie
· Über 1150 Referenten
· Über 1100 Aussteller
· 72 676 Besucher
Schwerpunktthemen der ONS
Jede Veranstaltung hat ein Hauptthema. Von dem historischen Thema „Unsicherheiten“ im Management von Offshore-Erdölressourcen im Jahr 1980 bis zum Thema der letzten Veranstaltung im Jahr 2024 „Imagine“. Das Thema der kommenden Veranstaltung im Jahr 2026 steht noch nicht fest.
Wenn Sie also nach Ideen suchen, wie Sie Ihren Lebensstil umweltfreundlicher gestalten können, wenn Sie politisch tätig sind oder ein besonderes Interesse an den Bereichen Gas, Energie oder Technologie haben, sollten Sie diese Messe auf keinen Fall verpassen. Selbstverständlich sind wir Ihnen gerne bei der Planung Ihrer Messeunterkunft behilflich, damit Sie und Ihre Kollegen einen angenehmen Aufenthalt in der malerischen Stadt Stavanger genießen können.
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